Rennbericht 2003 / 01 Donington Park
Zurück nach England
Mit einem fantastischen Tourenwagen Rennen und zwei aufregenden GT-Rennen, startete die Saison für die FIA European Challenge for Historic Touring Cars (FIA-TC’65) und der FIA Cup for Historic Grand Touring Cars (FIA-GTC’65) in Donington Park. Es war das erste Mal seit langem, dass diese FIA-Serien in England oder Ireland starteten.
In dem Tourenwagen-Rennen bis 1965 (FIA-TC’65), begann das Rennen mit einem interessanten Kampf um die Führung zwischen den 3 britischen Ford Mustang von Rostron/Larsson (GB/S), Austin/Loudoun (GB), Vaulkhard/Smirthwaite (GB) und dem Dodge Dart GT von Young/Young (GB). Der Dodge Coupe war sehr schnell. Die Youngs schafften die schnellste Runde des Rennens, aber kurz nach dem vorgeschriebenen Boxenstopp mussten sie wegen technischer Probleme ausscheiden.
Österreichischer Fahrer gewinnt seine Klasse im italienischen Wagen
Nach einer Stunde gewannen Max Rostron und seine schwedischen Teamkollegen Ulf Larsson mit fast 30 Sekunden Vorsprung vor Richard Austin/Dave Loudoun ebenfalls in einem Mustang, gefolgt von Nigel Vaulkhard/John Smirthwaite. Der erste, der die britische Phalanx durchbrach war der österreichische Alfa Romeo Fahrer, Dieter-Karl Anton in seinem schnellen GTA. Der österreichische-Ex-Formel-2-Gewinner kam als vierter ins Ziel und war der schnellste Einzelfahrer im FIA-TC’65 Rennen. Anton war der einzige GTA Fahrer in dem Rennen und musste sich gegen eine starke Fraktion von Ford Lotus Cortinas behaupten. Der Österreicher gewann das Klassement in der Klasse bis 1,6 liter nur 2,9 Sekunden vor Kerry Michael/Chris Sanders (GB) in dem schnellsten Ford Lotus Cortina. Bo Warmenius/Gunnar Turebrand (S) wurden nur Dritte in der Hubraumklasse mit den meisten Teilnehmern der FIA-TC’65.
Giuletta Solo
Die 2003 FIA-TC’65 Sieger Claude Boissy/Alain Miran (F) hatten keinen perfekten Start in die neue Saison mit ihrem Mini Cooper S. Sie wurden nur Zweite hinter dem Einzelfahrer Graham Churchill (GB) ebenfalls in einem schnellen Mini Cooper S. Claude Boissy fuhr den ersten Teil und kam als Führender in der Klasse bis 1,3 liter zum vorgeschriebenen Boxenstopp. Aber Alain Miran verlor diese erste Position an Churchill in einem aufregenden Kampf um die Führungsposition.
Die wunderbaren Alfa Romeo Giuliettas von den 50-ern von der Scuderia del Portello hatten ihr eigenes Rennen mit vier Autos in der Klasse. Marco Rossi/Marco Cajani (I) gewannen vor Marta Vinicio (I) und Ambrosi/Ambrosi (I).
Geschichte wiederholt sich
Die FIA-GTC’65 Rennen wurden beide von Sean Walker in seinem „Gold Bug“-Lotus 26R, der Rennversion des Elans, gewonnen. Mit seinem souveränen Doppelsieg in Donington Park, öffnete Sean Walker noch ein Kapitel in der „Gold Bug“ Geschichte. Sein Vater Ian baute die Autos in den 60-ern. Diese wurden damals von Fahrern wie Graham Hill und Jim Clark gefahren. Sie haben den Spitzname wegen der goldenen Lackierung verpasst bekommen. Für den 2003 FIA-GTC’65 Sieger, Bo Warmenius gab es kaum eine Chance, mit seinem Elan Punkte für einen Klassensieg zu erzielen.
Insgesamt gewann Walker in beiden Rennen vor Malsbenden mit seinem offenen Chevrolet Corvette Sting Ray, welcher wegen den nassen Bedingungen im ersten Rennen gegen die leichten britische GT keine Chance hatte. Im zweiten Lauf, war Malsbenden nur 6,8 Sekunden hinter Walker. Die dritte Position in beiden Rennen ging an einen Marcos 1800 GT Fahrer. Im ersten Rennen war es Stuart Tizzard (GB), im zweiten – Allen Tice (GB), der nur 0,5 Sekunden nach Malsbenden ankam. Mit seinem TVR Griffith sah Jamie Boot (GB) als vierter die karierte Fahne. Er fuhr zwar die schnellste GT Runde dieses Wochenendes, doch er verpasste den Podiumsplatz um 1,6 Sekunden.
Kleine Autos, große Kämpfe
Die Gewinner der Periode E (Autos bis 1961) fuhren einen Big Healey. Im ersten Rennen, war dies Richard Tyzack (GB). Insgesamt wurde er Siebter. Im zweiten Rennen war Tyzacks Teamkollege Chris Chiles der Schnellste. Er gewann 2,2 Sekunden vor Ian Cox in einem anderen Austin Healey 3000.
Aber die eigentlichen Duelle der Rennen fanden in den kleinen Klassen zwischen Trevor Needham (GB) in seiner Ginetta G4, Peter Aylett (GB) in einem seltenen GSM Delta Coupe, Udo Vosshenrich (D) in einer wunderschönen Lotus Elite, Lothar Franke (D) in einer neu restaurierten Alfa Romeo Giulietta Sprint Zagato und den holländischen Alpines von Theo van Bree und Ad Vermeulen statt. In dem ersten Rennen war Theo van Bree in seinem Renault Alpine A110 der Schnellste von den kleineren Wagen bis 1,3 Liter, im zweiten schaffte es Trevor Needham vorne zu bleiben.
Willkommen in das Siebzigern
Die Premiere der FIA-GTC-TC’76 wurde dominiert von Wolfgang Schachinger (A) mit seinem Alpina BMW 3,0 CSL. Dieses Auto wurde von Hans-Joachim Stuck, Toine Hezemans, Derek Bell, Harald Ertl oder dem Australier Brian Muir in den 70-er als Rennauto gefahren. Schachinger gewann beide Rennen in seinem „Heckflossen-BMW“ vor Dr. Wolfgang Stein in einem Ford Escort RS - einem Wooding getunten Ex-Jörg-Obermoser Auto - welches in der Internationalen Deutsche Rennsport-Meisterschaft teilnahm. Es gab kaum eine Chance für Peter Govaerts mit seinem Lotus 26R mit „Trockensumpfmotor“.
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