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Rennbericht 2005/ 01 Hockenheim


Schweizer Corvetten-Kapitän bestimmt den Kurs


Patrick Gerling mit seiner Chevrolet Corvette
Peter Richrath (D) in seinem Porsche 911 Carrera RSR 3.0
Dr. Armin Zumtobel (A) in seinem Porsche 906 Carrera 6

Beim Auftakt zur FIA-GTC-TC’76 dominierte Patrick Gerling (CH) das Rennen im Rahmen des Jim-Clark-Revival auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Mit seiner Chevrolet Corvette feierte er einen Start-Ziel-Sieg. Allerdings schmolz der Vorsprung am Ende auf 8,5 Sekunden zusammen.

 

Denn in der Schlussphase des 30-Minuten-Rennens auf der Formel-1-Strecke drehte Peter Richrath (D) in seinem Porsche 911 Carrera RSR 3.0 mächtig auf und erzielte in der drittletzten Runde seine schnellste Rundenzeit, die nur ein Zehntel langsamer war als Gerlings Bestzeit. Auf dem dritten Platz kam Dr. Armin Zumtobel (A) in seinem Porsche 906 Carrera 6 ins Ziel.

 

 



Sekundenbruchteile entschieden über Tourenwagen-Sieg


Wolfgang Schachinger (A) BMW 3.0 CSL
Dr. Helmut Stein (D) Ford Escort RS

Dahinter spielte sich das spannendste Duell des Wochenendes ab. Der FIA-TC’76-Meister 2005 Wolfgang Schachinger (A) musste dem Feld hinterher starten. Der Österreicher legte mit seinem BMW 3.0 CSL eine sehenswerte Aufholjagd hin. Er kam bis auf den vierten Platz im Gesamtklassement.

 

Allerdings gab sich Dr. Helmut Stein (D) nicht so einfach geschlagen. Mit seinem Ford Escort RS, einem ehemals von Jörg Obermoser gefahrenen Tourenwagen aus dem Wooding-Team, kämpfte der Rheinländer tapfer. Nach einem Wimpernschlag-Finale fehlten ihm 0,6 Sekunden auf den Tourenwagen-Gesamtsieg beim Saisonauftakt.



Auf den Spuren von Clay Regazzoni


Thomas Verhoeven (D), Porsche Carrera RSR
Rui Silva Porsche Carrera RSR
Reinhold Gröpper (D) Ex-Werks-Mustang Boss 302

Doch Stein konnte immerhin Thomas Verhoeven (D), der FIA-GTC’76-Meister des Vorjahres, in seinem Porsche Carrera RSR auf den fünften Gesamtplatz verweisen. Hinter Verhoeven kam der Portugiese Rui Silva in einem weiteren Carrera RSR ins Ziel. Ford-Mustang-Spezialist Reinhold Gröpper (D) feierte mit seinem Ex-Werks-Mustang Boss 302 auf dem achten Platz ein erfolgreiches Debüt für den frisch restaurierten Amerikaner. Er verwies Kerry Michael (GB) in seinem infernalischen Ford Escort Mk I auf den vierten Platz im Tourenwagen-Klassement.

 

Dirk Sadlowski (D) erreichte in seinem Porsche 911 ST den zehnten Platz. Damit hatte er weit mehr Glück als sein Landsmann Artur Haas (D) in einer Chevrolet Corvette. Haas musste seinen 400 PS starken GT auf der Start-und-Zielgeraden wenige Meter nach dem Start abstellen. Passen mussten schon nach dem Training die beiden De Tomaso Pantera von Hendrik Lindberg und Claus Damgaard (beide DK). Nach Getriebeproblemen hakten sie das Wochenende ab. Somit konnte sie dem Vorbild von Clay Regazzoni nicht folgen. Der Schweizer konnte an gleicher Stelle 1973 den Lauf zur GT-Europameisterschaft gewinnen und damit den favorisierten Porsche-Teams ein Schnippchen schlagen.

 

Pechvogel Artur Haas konnte dann das nicht zur Meisterschaft zählende Sonntagsrennen für sich entscheiden. Peter Richrath belegte wiederum den zweiten Platz vor Dr. Armin Zumtobel. Mit einer tapferen Leistung erreichte auch Gunnar Turebrand (S) im Mini Marcos 1300GT, das leistungsschwächste Auto im Feld, das Ziel.