Rennbericht 2003 / 01 Monza
FiA-GTC und FiA-TC ,
1. Lauf der Saison 2003 in Monza , 23. - 25. Mai
Unser erster Rennlauf der Saison 03 fand in Monza (I) statt! Eine Rennstrecke, die bei den Aktiven den Ruf genießt, geradezu heiliger Boden zu sein. Entsprechend groß war der Andrang, hier im Rahmen der „53. COPPA INTEREUROPA“ fahren zu wollen. Sowohl beim FiA-GT Cup wie auch bei der FIA–Tourenwagen Challenge mussten die ersten Absagen erteilt werden. Die Organisation bedauert das sehr und hofft, dass durch früher abgegebene Nennungen der Teilnehmer zukünftig jeder einen Platz bekommt.
Alle in Monza anwesenden Teams und Fahrer hatten wohl offensichtlich Ihren Spaß und gingen mit einem solchen Enthusiasmus in die verschiedenen Trainings und Rennen, dass man sich um die Zukunft der beiden FiA-Meisterschaften keine Sorgen mehr zu machen braucht. Auch was die Herkunftsländer unserer Teilnehmer angeht stellt man fest, dass Europa vom Norden bis zum Süden vollständig vertreten ist.
Die Organisation stellte sich erstmals im Jahr 2003 mit dem FiA-Truck, dem FiA-Zelt und Ronny G. Bredhauer’s reisendem Büro den Teilnehmern vor. Das Zelt wurde von allen als Treffpunkt gerne genutzt und das Catering bis zur Neige ausgeschöpft. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: wegen der Dauerhitze gab es irgendwann fast keine Getränke mehr. Ein schneller Besuch in einem lokalen Supermarkt füllte die Vorräte zum Glück wieder auf. Im Laufe der Zeit könnte das Catering sicher noch professioneller werden, aber selbst in Monza waren Würstchen mit Kartoffelsalat der absolute Renner. Und das bei nur 13 deutschen Teilnehmern von über 200.
Als „Amtssprache“ im Sinne der Europäischen Renn-Gemeinschaft stellte sich Englisch in Kürze als das beste Kommunikationsmittel heraus. Deutsch und Französisch sind zwar auch möglich gewesen aber Englisch scheint wohl jeder Europäer mehr oder weniger gut zu beherrschen. In Richtung Italien eine kleine Entschuldigung am Rande: die Organisation spricht leider nicht Italienisch aber im nächsten Jahr können wir die Namen besser aussprechen!
Unsere Trainings- und Rennläufe nahmen einen großen Teil des Programms der „53. COPPA INTEREUROPA“ ein. Ein freies Training, ein 50-minütiges Zeittraining und zwei Rennen von jeweils 30 Minuten bei den GT. Jeweils ein freies Training, ein einstündiges Zeittraining und der einstündige Rennlauf bei den beiden Tourenwagen-Gruppen. Um es ganz zurückhaltend und vorsichtig zu kommentieren: in beiden Kategorien wird mit fahrerischem Einsatz nicht gegeizt. Schon in den Trainings konnte man den einen oder anderen auch mal jenseits der Strecke wiederfinden. Für einige war Monza auch absolutes Neuland und somit erklären sich die Ausrutscher leicht. Etwas überraschend die Zahl der Ausfälle während der Rennen. Da hat wohl die Hitze mit fast 30 Grad im Schatten ihren Teil dazu beigetragen!
Alle Rennen waren jedenfalls ausserordentlich spannend und von vielen Zwei- und Gruppenkämpfen geprägt, wovon aber fast alle sehr sportlich und fair ausgetragen wurden. Selbst die erste Schikane stellte kein allzu großes Problem dar, hatte der Rennleiter bei den Briefings doch in seiner sympathischen Art auf die eventuell dort zu erwartenden „Schwierigkeiten“ hingewiesen. Natürlich bekam der eine oder andere seine Probleme, aber meistens ging alles ohne Schäden ab.
Bei der großen Zahl von Teilnehmern nennen wir hier nur die Plätze 1 bis 3 der jeweiligen Rennen. Alle weiteren Platzierungen entnehmen Sie bitte den Ergebnislisten auf unserer Homepage. Sieger des Tourenwagenrennens der Gruppe A wurde Massimo Sordi, Alfa Romeo. Zweite Giuliano Giuliani und Simone Stanguellini, BMW und 3. Daniele Facetti mit seinem zweiten Fahrer Fabio Sordi, Alfa Romeo. Worauf auch sonst, bei diesen Familiennamen? Bemerkenswert beim Rennen TC „A“, dass mit Ausnahme eines österreichischen Teams nur italienische Teilnehmer an den Start gingen. Anders war es bei der Gruppe TC“B“. Hier war eine gemischt europäische Gesellschaft aktiv. Bo Warmenius und Gunnar Turebrand siegten auf ihrem Ford Lotus Cortina mit 23 Sekunden Vorsprung vor den Briten Andy Wolfe und Philip Walker, ebenfalls Cortina. Auch die Dritten benutzten dieses Auto, Mikael und Carl Gustavsson. Wie die Sieger aus Schweden stammend gingen sie mit nur einer knappen Sekunde Rückstand auf die Zweiten durchs Ziel.
Bei den GT musste man sich erst gar nicht an andere Namen der Sieger gewöhnen. Bo Warmenius gelang der Hattrick des Wochenendes mit den Siegen in beiden GT-Rennläufen und dem Tourenwagen-Rennen. Die schwedische Nationalhymne kennt nun auch in Monza jeder. Im ersten Rennlauf wurde Zweiter der Belgier Guy Francois und Dritter der Schwede Thomas Henrysson. Dass diese 3 alle in Lotus Elan saßen wunderte zumindest die Fahrer der V8 und Jaguar E. Wie schon gesagt gewann Bo Warmenius auch den zweiten GT-Lauf. Sean Walker, im ersten Rennen direkt zu Beginn ausgefallen, wurde mit knapp 2 Sekunden Rückstand Zweiter. Auch er bewegte einen Lotus Elan. Die Ehre der „Grossen“ rettete Adriano Nicodemi auf dem Jaguar E von Roberto Stella mit dem dritten Gesamtrang. Als einzigem gelang es ihm, die an diesem Wochenende konstante Phalanx der Lotus Elan aufzubrechen.
An dieser Stelle nochmals herzliche Glückwünsche an alle Gesamt- und Klassensieger. Sicher werden wir in einem der nächsten Berichte auch mehr auf die Klassen eingehen und mehr von den Rennen selbst schreiben. Hier in Monza hatte die Organisation ihre Premiere und somit so viel neben der Rennstrecke zu tun, dass das Geschehen auf der Strecke nicht so intensiv beobachtet werden konnte. Für den Autor selbst war es auch das erste Mal in Monza und er hatte noch viel mit der Strecke und sich selbst zu tun. Beim nächsten Mal in Zolder wird er sich dann wieder mehr den anderen widmen können.
Wir hoffen, Sie behalten das Wochenende in Monza in guter Erinnerung. Ronny G. Bredhauer hat sich sehr gefreut, Sie als Teilnehmer in den Reihen des FiA-GTC und der FiA-TC begrüßen zu können. Den Zuspruch, den die Organisation während des Wochenendes erfahren hat, lässt die Zukunft der beiden Rennserien wirklich gut aussehen. Sicher ist nicht jede Rennstrecke „Monza“ und besonders unsere italienischen Freunde werden nicht überall in Europa dabei sein. Wenn aber der "Spirit“ der beiden FiA-Meisterschaften während der gesamten Saison wie in Monza bleibt, dann werden wir eine großartige Rennsaison haben.
Bis bald in Zolder
VEIT AVEMARG






















