fia, championship, challenge, motorsport, historic, historic racing, series, vintage, racing, cars, automobile, Auto & Motor, Cars & Motor, Voiture et Motor, Autotuning, Oldtimer, challenges, events, european, fia-gtc, fia-tc, gtm, fia-gt, championships, touring, grandtouring, classic, oldtimer, race, races, photos, videos, AC Cobra, Alfa Romeo GTA, Austin Healey, Austin Mini Cooper S, BMW 2002 3.0 CSI CSL, Chevrolet Corvette, De Tomaso Pantera, Diva GT, Elva GT, Ferrari 365 GTB, Ford Escort MK RS, Ford Falcon Sprint, Ford Lotus Cortina, Ford Mustang, Jaguar E Type, Jaguar MK II, Lotus Elan Elite, Marcos, Mercedes 300 SLS, Mini Marcos, Morris Cooper S, Mustang GT, Porsche 356 906 910 911 RSR 3.0, Triumph TR4, TVR Grantura, TVR Griffith, Volvo 544,
                  

Rennbericht 2003 / 05 Colmar Berg


Peter I. von Luxemburg

 

„Ich weiß nicht, ob ich es verraten soll“, grübelte Peter Kroeber (Kottenheim) und gewährte dann doch Einblicke hinter die Kulissen. „Wir haben die Aufhängung verbessert und verwenden jetzt andere Dämpfer sowie andere Federraten“. Das Ergebnis sprach für sich. Kroeber dominierte mit seinem Lotus Elan (1965) sowohl das Training als auch beide Rennläufe beim fünften Lauf zur FIA-GTC‘65. Dennoch sprach er voller Respekt von seinem Elan-Mitstreiter Bo Warmenius (S): „Bo verfügt einfach über sehr viel Erfahrung mit dem Auto, das kann ich natürlich nicht so schnell aufholen“.

 

Der Schwede ist der Titelverteidiger in der FIA-GTC‘65 und kam auch als Tabellenführer nach Colmar-Berg zum Circuit Goodyear, die Teststrecke des Reifenherstellers in Luxemburg. Doch gegen Peter Kroeber war an diesem Wochenende nichts zu holen. „Na ja, ich bin hinter der Corvette von Hans Jürgen Malsbenden hängen geblieben“, sagte der unzufriedene Warmenius. „Auf dieser Strecke ist das Überholen fast unmöglich, zumindest nicht mit einem Elan gegen die Corvette“. Bo Warmenius führt aber die Tabelle weiterhin mit 82 Punkten an und hat 11 Zähler Vorsprung vor Hans Jürgen Malsbenden.

 

 

 

Zweikampf des Wochenendes zwischen Voßhenrich und Antonacci

 

Hans-Jürgen Malsbenden (Kaltenengers) hatte im ersten Rennen viel Pech. Er startete vom dritten Platz aus und rutschte noch in der ersten Runde mit der offenen Corvette Sting Ray ins Gras. Von da an startete er eine Aufholjagd, die ihn bis auf den vierten Gesamtplatz nach vorne brachte. Dann wurde das Rennen aufgrund eines heftigen Gewitterschauers nach drei Viertel der Distanz vorzeitig beendet. Malsbenden gewann seine Klasse vor dem Lokalmatador Rene Weidig (L/Aspelt) in der Coupe-Version der Corvette Sting Ray.

 

Im zweiten Rennen gab es in der Klasse über 2,5 Liter den gleichen Einlauf. Allerdings belegten die „Corvetten-Kapitäne“ die Gesamtränge drei und vier. Insgesamt eine starke Leistung bot Jaap Sinke (NL) im Austin-Healey 3000. Der Holländer gewann in beiden Rennen die Wertung für die Kategorie bis Baujahr 1961.

 

Einen tollen Zweikampf zeigten Udo Voßhenrich (Bad Salzuflen) im Lotus Elite S2 (1962/61) und Walter Antonacci (I) im Alfa Romeo Giulietta TI Spider (1957). Im ersten Rennen behielt Antonacci die Oberhand, im zweiten behielt Voßhenrich das bessere Ende für sich. Der Lotus-Fahrer führt auch in der Zwischenwertung nach fünf von acht FIA-GTC‘65-Läufen vor Ad Vermeulen (NL) in seinem raren Alpine A 108-Renault (1961).

 

 

 

 

 

Warmenius und Turebrand in ihrem Element

 

Beim Ein-Stunden-Rennen der FIA-TC’65 in Colmar-Berg, dem fünften von acht Läufen zur FIA European Challenge for Historic Touring Cars bis Baujahr 1965, sorgten Bo Warmenius und Gunnar Turebrand (S) im Ford Lotus Cortina auf nasser Strecke für eine Demonstration. Warmenius startete aus der zweiten Position, übernahm aber gleich auf den ersten Metern die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Dieter-Karl Anton (A) gewann zwar mit einer superschnellen letzten Runde im Zeittraining die Jagd auf die Pole-Position, hatte aber mit seinem Alfa Romeo GTA im Rennen nichts mehr entgegenzusetzen und musste mit dem zweiten Platz vorliebnehmen.

 

Den dritten Platz erbten Mikael und Carl Gustavsson (S) vor Chris Sanders und Kerry Michael (GB), beide Ford Lotus Cortina, da die Briten bei einem Dreher viel Zeit verloren hatten. In der großen Klasse über 2,5 Liter Hubraum sicherten sich Nigel Vaulkhard / John Smirthwaite (GB) den Klassensieg und festigten damit ihren zweiten Platz in der Meisterschaft. Der zweite Platz ging an Reinhold Gröpper (D) vor Erwin Derichs / Manfred Kubik (D/A) sowie Fritz Vogel / Beat Müller (CH), die ihren waidwunden Ford Mustang über die Distanz retteten.

 

 

 

Pressetext Veranstalter Colmar Berg

Classic Car Grand-Prix of Luxembourg

FIA-GTC-TC: Colmar-Berg Rennen

 

 

 

Zwei vierte Plätze für René Weidig

 

 

 

Mit hervorragendem Motorsport wurden an den vergangenen beiden Tagen die Zuschauer in Colmar-Berg verwöhnt. Lediglich die niederprasselnden Wassermassen am Sonntagvormittag trübten etwas die Stimmung.

 

 

 

Nach den vielen Problemen mit dem Getriebe an seiner Chevrolet Corvette Sting Ray konnte René Weidig bei seinem Heim Grand-Prix das wahre Potenzial seines Rennboliden aufzeigen. Ein vierter Startplatz war denn auch der Schlüssel zu seinen guten Rennergebnissen. Doch auch der in Strassen lebende Belgier, Jean-Paul Bertand (Porsche 911 von 1965) hatte einen ordentlichen Startplatz in der GTC herausfahren können. Von Platz acht ging er ins Rennen. Curt Wagner (MG A von 1959) startete von Platz 17.

 

 

 

Beim Start stand der Schwede Bo Warmenius (Lotus Elan) dem mächtig anschiebenden US-Car von Weidig im Wege und dieser musste etwas zurücknehmen. Wenig zimperlich ging Hans Jürgen Malsbenden (Chevrolet Corvette) zu Werke. Kurz vor der Schikane am Ende der Start- und Zielgeraden geriet der Deutsche bei einer Attacke auf Peter Kroeber (Lotus Elan) rechts auf die Grasnarbe. Dabei verlor er die Kontrolle über seinen Wagen und schleuderte quer durch das Fahrerfeld auf die gegenüberliegende Wiese. Bei dieser Aktion wurde zum Glück niemand getroffen, doch im allgemeinen Durcheinander hatte Weidig einen Platz verloren. In der folgenden Runde konnte er diesen jedoch zurückgewinnen, Bertrand folgte auf Platz sechs. Als Weidig sich den vor ihm liegenden Thomas Kargus schnappen wollt, setzte strömender Regen ein und der Deutsche konnte im wendigen Lotus Elan den Luxemburger auf Distanz halten. Da auf der überfluteten Piste niemand noch etwas riskieren wollte, lautete die Zieleinfahrt Kroeber vor Warmenius, Kargus und Weidig. Bertrand wurde Sechster. In Folge einer nicht konformen Kipphebelabdeckung wurde er jedoch aus der Wertung genommen. Wagner klassierte sich als 14.

 

 

 

Kroeber siegte auch im zweiten Schlagabtausch, doch Warmenius hatte dem Rennen seinen Stempel aufgedrückt. Da der Motor seines Elans auf der Einführungsrunde abgestorben war, war er auf den letzten Startplatz verbannt worden. Trotzdem lag der Schwede nach der ersten Kurve schon auf Platz drei bei vierzehn noch verbliebenen Teilnehmern. Weidig hatte zwar freie Bahn beim Start, doch sein eroberter zweiter Platz ging im Gerangel nach der Schikane verloren und er fand sich auf Platz vier wieder. Bis ins Ziel tauschten lediglich Malsbenden und Warmenius noch die Plätze. Da der Fünfte, Rinus Sinke mit einem rutschenden Austin Healey 3000 zu kämpfen hatte, wurde Weidig nie ernsthaft unter Druck gesetzt und wurde wiederum Vierter; Wagner holte sich Rang 13.

 

 

 

Im einstündigen Rennen der historischen Tourenwagen belegten die Ford Mustangs des DJAG-Racing die Plätze acht und zehn. Im teaminternen Duell musste Joël Prim/Armand Linster sich vor Donny Wagner/Carlo Schmitz beugen. Da man auf gebrauchten Reifen unterwegs war konnte man sich ohnehin nicht in den Kampf um die Spitze einschalten. Mit mächtigen Drifts erfreute man die Zuschauer. „In den engen Kurven können wir nicht mithalten“ gestand ein dennoch zufriedener Prim nach dem Fahrerwechsel. Allein unterwegs war Albert Mathias im Volvo PV 544. Auf dem leistungsmässig unterlegenen Schweden bekleidete er den guten zwölften Platz. Sieger in der FIA.-TC Wertung wurden Bo Warmenius/Gunnar Turebrand (Ford Cortina Lotus), vor Karl Dieter Anton (Alfa Romeo GTA) und Mikael und Carl Gustavsson (Ford Cortina Lotus).

 

 

 

Romain Heckemanns / 18. Juli 2004

 


track.colmarberg.jpg