Rennbericht 2003 / 07 Spa
Ardennen-Achterbahn
Mit 40 Autos präsentierte sich die FIA-GTC’65 als eines der größten Starterfelder im Rahmen der „6 hours Spa-Francorchamps“, die auf dem 6,97 Kilometer langen Grand Prix-Kurs ausgetragen wurde. Der große Gewinner war Jamie Boot (GB) im TVR Griffith. Er gewann beide Rennen.
Im ersten kämpfte er zunächst mit Michael Menden (D) im Chevrolet Corvette Sting Ray. Doch der Gaststarter verabschiedete sich in der sechsten Runde in die Reifenstapel oberhalb von Eau Rouge. „Mir ist hinten links das Rad abgebrochen“, berichtete Menden von dem Mißgeschick.
Auch die zweite schnelle Corvette Sting Ray von Hans-Jürgen Malsbenden (D) kämpfte lange um die Spitze. Doch er drehte sich in der neuen Busstop-Schikane und büßte alle Chancen auf den Sieg ein. Bernard Peruch (F) machte im AC Cobra die V8-Spitze komplett. Der Franzose markierte die schnellste Rennrunde der FIA-GTC’65 des Wochenendes.
Dahinter lieferten sich Vorjahresmeister Bo Warmenius (S) und Peter Kroeber (D), jeweils Lotus Elan einen mitreißenden Zweikampf bis in die letzte Runde. „Ich hatte mir Bo Warmenius schon für die letzte Runde zurechtgelegt“, berichtete der Deutsche. „Doch vor der Busstopschikane liefen wir auf einen TVR Griffith auf und Bo erwischte die bessere Linie“. Bo Warmenius gewann im ersten Rennen seine Klasse mit 0,5 Sekunden vor Kroeber. Die Klasse bis 2,5 Liter Hubraum sicherte sich Peter Dunn (GB) vor Charles Allison (GB). Beide starteten in einem Marcos 1800GT, von dem insgesamt sechs Fahrzeuge in Spa dabei waren.
In der Periode E ging der Sieg nicht an Udo Voßheinrich (D) im Lotus Elite sondern Peter Aylett (GB) im Diva GT. Walter Antonacci (B) erreichte im Alfa Romeo Giulietta TI Spider den dritten Platz bei den Fahrzeugen bis 1961. Rang vier ging an James Willis (GB) im MG Midget Coupe.
Doch am Sonntag zeigten die Fahrer der FIA-GTC’65, die gemeinsam mit den Tourenwagen der FIA-TC`65 in einem imposanten Feld mit insgesamt 68 Autos starteten, dass man die Spannung auf der Strecke noch steigern kann. An der Spitze trat Jamie Boot die Flucht nach vorne an, gefolgt von Hans-Jürgen Malsbenden im Chevrolet Corvette Sting Ray. Dahinter fand Peter Kroeber schnell einen Weg an Bo Warmenius vorbei, der sich danach mit Andre Bailly (F) im Jaguar E-Type Competition Roadster und Bernard Peruch im AC Cobra auseinandersetzen musste und letztlich nur auf den sechsten Gesamtplatz kam, aber den zweiten Platz in der Klasse vor Claus Damgaard (DK) sichern konnte, der nach Problemen mit seinem Elan vom Ende des Feldes starten musste.
Den Erfolg in der Klasse bis 2,5 Liter Hubraum sicherte sich Philip Nelson (GB) vor seinem Marcos-Kollegen und Ex-Meister Stephen Minoprio (GB), während der Vortages-Sieger Peter Dunn in der fünften Runde ausfiel. Die Entscheidung bei den Fahrzeugen bis 1961 ging erneut an Peter Aylett in der Diva vor Udo Voßheinrich.
Kurz vor Schluss machte es Jamie Boot im TVR Griffith noch einmal spannend. Er wurde deutlich langsamer und Hans-Jürgen Malsbenden konnte bis auf 2,2 Sekunden aufholen, dicht gefolgt von Peter Kroeber. Boot sagte: „Ich bin ziemlich müde geworden, weil es im Auto sehr heiß war“. Doch letztlich reichte es für den Engländer zum zweiten Erfolg des Wochenendes. Bernard Peruch markierte erneut die schnellste Rennrunde, musste sich aber mit dem fünften Gesamtplatz hinter Andre Bailly begnügen.






















