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Rennbericht 2005/ 03 Misano


Il grande Clay musste zuschauen


Clay Regazzoni after technical problems in the FIA-TC'65 Qualifying

Clay Regazzoni after technical problems in the FIA-TC'65 Qualifying
Dr. Zumtobel & Groupies

Dr. Zumtobel & Groupies
Anton's bloody GTA after contacting the big FalconJPG.jpg

Anton's bloody GTA after contacting the big FalconJPG.jpg
Leo Voyazides Falcon after kissing the wall.JPG

Leo Voyazides Falcon after kissing the wall.JPG
Turebrand, Warmenius, Anton, Spaggiari -  1st. Three FIA-TC'65

Turebrand, Warmenius, Anton, Spaggiari - 1st. Three FIA-TC'65

„Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst“, sagt der Serienkoordinator. Die historischen FIA-Serien für Tourenwagen und GT reisten zum zweiten Saisonlauf nach Misano zum Autodromo Santamonica an die italienische Adriaküste. Die einzige italienische Rennstrecke in Privatbesitz liegt rund 20 Kilometer südlich von Rimini. Wohl einzigartig: im Fahrerlager gibt einen Swimmingpool.

 

Doch neben dem schönen Ambiente bietet die gegen den Uhrzeigersinn gefahrene 4,06 Kilometer lange Strecke die idealen Bedingungen für guten Motorsport. Erstes Aushängeschild des 1972 eingeweihten Kurses war ein Lauf zur Formel-2-Europameisterschaft ab 1977. Ein Jahr später kam der San Marino Formel-3-Grand-Prix hinzu. Im gleichen Jahr machte die Marken-Weltmeisterschaft Station in Misano. Sieger des Sechs-Stunden-Rennens waren Bob Wollek und Henri Pescarolo in einem Porsche 935.

 

Mit dem Ende der Formel-2-Europameisterschaft 1984 fiel die Strecke international in einen Dornröschen-Schlaf. Die historischen FIA-Serien sorgten bei der in Italien sehr beliebten Strecke für ein Revival. Im Rennen der FIA-GTC-TC’76 dominierten von der Zahl her die Porsche 911 Carrera RSR. Doch wie schon beim Saisonauftakt in Hockenheim bestimmte Patrick Gerling (CH) das Geschehen in der Chevrolet Corvette C3 des Malibu Racing Team.

 

Das Rennen gewann er knapp vor Dr. Armin Zumtobel (A) im Porsche 906 und Peter Richrath (D) im schnellsten RSR. Dahinter folgte mit M. Colajanni der schnellste Italiener mit einem weiteren Porsche Carrera. Schnellster Tourenwagen-Pilot war Tibor Molnar (D) im Ford Escort RS aus der Sammlung von Teamchef Dr. Helmut Stein (D). Doch der Langenfelder musste selbst einen Ausfall hinnehmen. Nach sechs Runden stellte er seinen Ex-Wooding-Escort ab, der in den 70er Jahren von Jörg Obermoser gefahren wurde.

 

In dem Rennen starteten trotz der Abwesenheit von Hendrik Lindberg und Claus Damgaard gleich drei De Tomaso Pantera. Das Team Mantovani / Nicodemi war das schnellste des Trios und kam auf dem sechsten Platz ins Ziel.

 

Zu einem echten Thriller entwickelte sich das FIA-TC’65-Rennen. Fast über die gesamte Renndistanz von einer Stunde kämpften Meister Dieter-Karl Anton (A) im Alfa Romeo GTA und das Ford-Falcon-Team Leo Voyazides / John Young (GB) um die Führung im Gesamtklassement. Doch dann ließ sich Voyazides in der Schlussphase zu einer Aktion hinreißen, die für ihn selbst das Aus bedeutete und Anton in einer Dreher zwang. Doch der FIA-TC’65-Titelverteidiger konnte seine Fahrt fortsetzen und gewann mit über einer Minute Vorsprung vor Bo Warmenius / Gunnar Turebrand im Ford Lotus Cortina. Dahinter folgte mit E. Spaggiari (I) im Ford Mustang, der schnellste Fahrer der großen Klasse über 2500 ccm Hubraum.

 

Im FIA-TC’65 starteten zahlreiche sehr interessante Fahrzeuge italienischer Herkunft. Neben dem Fiart Abarth 1000 der Andrea und Francesco Tessaro sowie dem Alfa Romeo 1900 Berlina von Francesco Capuzzo startete auch ein Fiat 2300S Coupé, mit dem das Team Maranelli/Tenconi ihre Klasse gewannen.

 

Auch das musste Ex-Formel-1-Pilot Clay Regazzoni (MC) vom Streckenrand aus anschauen. Sein Ford Mustang konnte aufgrund eines technischen Defekt aus dem Training nicht ins Rennen geschickt werden.

 

Im FIA-GTC’65-Rennen führte kein Weg an David Methley vorbei. In seinem Marcos 1800GT gewann der Brite beide Rennläufe vor Sean Walker im Gold Bug-Lotus Elan 26R. Im ersten Rennen machte das italienische Team Benedini/Benedini im Jaguar E-Type auf dem Podium das Trio der Briten-GTs perfekt. Im zweiten Rennen belegte Hans-Jürgen Malsbenden im offenen Chevrolet Corvette Sting Ray Platz drei. Der Vorjahresmeister Bo Warmenius musste sich dieses Mal, zwei Mal nur mit dem zweiten Platz in seiner Klasse zufrieden geben.

 

Für spannende Auseinandersetzungen sorgten auch die Lotus Elite-Fahrer. Besonders die beiden Fahrzeuge aus dem Team Raimondi sowie F. Vanni lieferten sich einen packenden Zweikampf um die Führung in der Klasse im zweiten Rennen. Das schnellere der beiden Raimondi-Autos setzte sich schließlich vor F. Vanni durch.

 

Nächster Lauf: 1.-3. Juli 2005 in Zolder (B)