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Rennbericht 2003 / 06 Nürburgring


6. Lauf FIA-TC’65: 32. AvD-Oldtimer-Grand-Prix Nürburgring

 

 

 

Furiani, die Vierte

 

Für den in der Nähe von Köln beheimateten Italiener Alex Furiani ist der FIA-TC‘65-Lauf auf dem Nürburgring das Heimrennen. Vier Mal schon nutzte der 37jährige diesen Vorteil und gewann mit seinem Alfa Romeo GTA (1965) das Ein-Stunden-Rennen beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix. In diesem Jahr startete der Italo-Rheinländer zum ersten Mal solo.

 

 

 

Schon im Zeittraining zeichnete sich ein spannendes Rennen ab. Max Rostron/Ulf Larsson (GB/S) stellten ihren Ford Mustang (1965) auf die Pole-Position, hatten aber in ihrer schnellsten Runden gegenüber Furiani gerademal einen Vorsprung von 0,35 Sekunden. Dahinter folgte, mit der Vater-und-Sohn-Besatzung Helge und Henry Snabb (FIN) im Ford Falcon Sprint (1964), eines der fleißigsten Teams im Training. Der Führende in der Meisterschaft, Dieter-Karl Anton (A), folgte im Alfa Romeo GTA (1965) auf dem vierten Rang, allerdings mit 1,5 Sekunden Rückstand auf seinen direkten Konkurrenten Alex Furiani.

 

 

 

Im Rennen selbst behaupteten die Trainingsschnellsten Rostron/Larsson zunächst die Führung und markierten auch die schnellste Rennrunde. Doch technische Probleme warfen sie ans Ende des Feldes zurück. Eine starke Leistung zeigten die Ford-Falcon-Teams Snabb/Snabb und Andy Bacon/Leo Voyazides (GB / GB), die aus der dritten Startreihe das Rennen aufgenommen hatten. Doch sie mussten Alex Furiani am Ende den Sieg überlassen, der mit einem starken Schluss-Spurt seinen vierten Sieg in Folge perfekt machte.

 

 

 

Die Snabbs kreuzten mit nur 1,7 Sekunden Rückstand die Ziellinie vor den Gustavssons (S), ebenfalls ein Vater-und-Sohn-Team, die mit ihrem Ford Lotus Cortina (1964) den zweiten Platz in der Klasse belegten. 2,2 Sekunden fehlten Dieter-Karl Anton, dicht gefolgt von Bacon/Voyazides. Den dritten Rang in der großen Klasse über 2,5 Liter Hubraum belegte Reinhold Gröpper, der ehemalige DTM-Privatfahrer und Mustang-Spezialist aus Paderborn.

 

 

 

Viel Pech hatten Bo Warmenius und Gunnar Turebrand im Ford Lotus Cortina (1963). Warmenius geriet in seinem Stint mit einem Ford Mustang aneinander. Durch die erforderlichen Reparaturarbeiten verloren sie über drei Minuten an der Box und mussten sich mit einer Runde Rückstand und dem sechsten Platz ihrer Klasse unter den FIA-TC’65-Startern zufriedengeben.

 

 

 

Das Rennen bei den älteren Fahrzeugen bis 1961 machten einmal mehr die Scuderia-Marco mit Familiennamen Rossi und Cajani. Sie entschieden das Duell der Squadra Giulietta Berlinetta für sich und kassierten zum sechsten Mal die volle Punktzahl für die FIA-TC‘65-Tabelle.

 

 

 

Die Klasse bis 2,5 Liter Hubraum sicherten sich die holländischen Gaststarter Frans van Maarschalkerwaart und der junge Jasper Izaks im BMW 1800 TI (1964) vor Dominik Roschmann (D) im gleichen BMW-Modell. Der 19jährige Deutsche bestritt sein erstes Rennen in der FIA-TC’65. Die 1,3 Liter-Klasse entschieden Allen Tice/Ian Cox (GB) im Mini Cooper S (1964) für sich, dicht gefolgt von Ex-Meister Dieter Dahlemann (D) im kleinen 1071er-Cooper S, der die hubraumschwächste Klasse vor Graziano und Andrea Tessaro (I) im Fiat Abarth 1000 (1962) und Krister Wigren/Per Hageman (S) im Saab 96 Sport gewann.

 

 


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