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Rennbericht 2005/ 01 Hockenheim


Entscheidung auf den letzten Kilometern


Mikael und Calle Gustavsson (S), Ford Lotus Cortina
Leo Voyazides und Andy Bacon (GB) Leo Voyazides und Andy Bacon (GB)

Spannend bis zur letzten Runden verlief der Auftakt zum FIA Cup für Historische Tourenwagen bis 1965 (FIA-TC’65). Mit dem packenden Tourenwagen-Rennen im Rahmen des Jim-Clark-Revivals auf dem Hockenheimring Baden Württemberg sorgten die FIA-TC’65-Teams für einen gelungenen Saisonauftakt. Das Vater-und-Sohn-Team Mikael und Calle Gustavsson (S), das mit dem Ford Lotus Cortina von der Pole Position ins Einstunden-Rennen gestartet war, verlor in der letzten Runde den fast schon sicher geglaubten Sieg.

 

Leo Voyazides und Andy Bacon (GB) verteidigten mit ihrem Ford Falcon Sprint (1964) den zweiten Platz. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blies die britische Falcon-Mannschaft mit dem Ford V8 zur Aufholjagd. Runde für Runde schmolz der Vorsprung von Calle Gustavsson im Ford Lotus Cortina. In der Sachs-Kurve kurz vor dem Ziel bremste Leo Voyazides den schwedischen Fahrer aus und sicherte sich den Gesamtsieg.


Der FIA-TC’65-Meister gab alles


Dieter Karl Anton (A) Alfa Romeo GTA (1965)

Dahinter fuhr Dieter Karl Anton (A) in seinem Alfa Romeo GTA (1965) ein beherztes Rennen. Der Titelverteidiger der FIA-TC’65 bestritt als Einziger der unter den Top Vier das Rennen als Solist. Nach dem Start verlor der ehemalige Formel-2-Meister einige Plätze und kämpfte sich wieder auf den dritten Platz nach vorne. Diese Position gab er bis ins Ziel nicht mehr ab.

Nach dem Rennen waren ihm die Strapazen des Rennens auf dem 4,5 Kilometer langen Formel-1-Kurs deutlich anzusehen. Zwar fehlten ihm zum Gustavsson-Lotus-Cortina, der den Klassensieg in der stark besetzten 1,6-Liter-Klasse einfuhr, am Ende 22 Sekunden. Doch der Österreicher konnte immerhin Ex-Meister Bo Warmenius und Gunnar Turebrand (S; Ford Lotus Cortina) auf den dritten Platz in der Klasse verweisen. Die Schweden belegten den vierten Platz im Gesamtklassement vor Einzelstarter Pantelis Christoforou (GB) in einem weiteren Ford Lotus Cortina.


Schnellster Mustang erst auf dem sechsten Platz


Reinhold Gröpper (D) Ford Mustang
Ian Cox / Allen Tice (GB) Mini Cooper S 1,3 (1964)

Erst dahinter kam Reinhold Gröpper (D) mit seinem Ford Mustang ins Ziel. „Ich hatte in der zweiten Rennhälfte nur noch den vierten Gang zur Verfügung“, berichtete der ehemalige DTM-Privatfahrer aus Paderborn. Doch damit erreichte er den zweiten Platz in der Klasse über 2,5 Liter Hubraum vor den Mustang-Kollegen Erwin Derichs / Manfred Kubik (D/A). Der Trainingsvierte Dirk Waaijenberg (NL) musste seinen Ford Mustang nach elf Runden ebenso abstellen wie Nigel Vaulkhard und John Smirthwaite (GB). Die Briten sind die Titelverteidiger in der großen Klasse der FIA-TC’65.

 

Kampflos wurden Ian Cox / Allen Tice (GB) in ihrem Mini Cooper S 1,3 (1964) bestes Team mit dem rasanten Kleinwagen. Der ehemalige FIA-TC’65-Meister Dieter Dahlemann (D), der als Gesamt-Neunter (!) gestartet war, schied mit einem Schaden an der Hinterradaufhängung an seinem Mini Cooper S 1,1 (1963) in der 16. Runde aus.

 

Mit insgesamt sechs Ford Lotus Cortina erwies das Feld der FIA-TC’65 ein würdiges Andenken an Jim Clark. Die Veranstaltung in Hockenheim erinnert an den legendären Rennfahrer, der bei einem Formel-2-Rennen 1968 auf dem Hockenheimring tragisch verunglückte. Der zweifache Formel-1-Weltmeister und Sieger der 500 Meilen von Indianapolis feierte in einem Ford Lotus Cortina 1964 die britische Tourenwagenmeisterschaft.